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Dschungelprüfung zu Pfingsten


Am Freitag kamen wir zum Pfingstlager, bei dem wir zunächst noch nicht genau wussten, was uns erwartete, nur, dass es eine Dschungelprüfung von Mowgli geben sollte…
Wenn wir diese bestehen würden, wollte Baghira, der schwarze Panter, sich ein paar seiner ihm heiligen Fellhaare ausreißen, was doch schon ein wenig Ansporn war.
Zunächst hieß es aber erst einmal: Zelte aufbauen-das war die erste Aufgabe. Neben einem Alex bauten wir noch eine Jurte auf, da der Platz andernfalls nicht für alle gereicht hätte. Im Anschluss gab es dann eine Stärkung in Form von Stockbrot über Lagerfeuer mit spektakulären Teigarten, wie z.B. mit Paprika oder Gummibärchen.
Aber noch etwas weiteres Besonderes, stand für diesen Abend an: Eine Tuchverleihung. Alle anwesenden Wölflinge konnten nach einem wirklich mal außergewöhnlich stillen Schweigemarsch stolz mit einem gelbes Tuch in ihre Schlafsäcke krabbeln.
Nach der ersten, sehr kurzen und nicht gerade erholsamen Nacht im Dschungel, mit nur wenig Schlaf, ging es zunächst mit dem Frühstück weiter, bei dem es unter anderem auch den restlichen Stockbrotteig, dieses Mal in Brötchenform, gab.
Dann erreichte uns endlich der nächste Brief mit der zweiten Aufgabe: Diesmal hieß es, dass wir ein waschechtes Team werden sollten, wozu es verschiedenen Teamspiele wie Lavaweg, Spinnennetz und Gordischer Knoten zu bewältigen gab. Nachdem all diese Aufgabe gemeistert wurden, hielten wir schon einen weiteren Brief in unseren Händen. Diesmal dabei war auch eine Karte und wir wurden aus dem Dschungel hinaus zu den Menschen an einen See geschickt, an dem irgendwo Kekse versteckt sein sollten, die wir natürlich finden mussten. Ein Wölfling isst, wo er kann!...Äh hilft, meinen wir natürlich! Auf dem Weg dahin haben wir Mittag gegessen und die verschiedensten Expeditionsaufgaben gelöst, wie z.B. jeden aus der Meute mit einer Kothenbahn 5 Meter weit tragen.
Am See fanden wir tatsächlich die wohl leckersten Kekse und so konnten wir satt wieder den Heimweg in den Dschungel antreten, wo es aber leider nicht sofort wieder Essen gab. Nein, denn die Tauben – die übrigens eine sehr schlecht lesbare Schrift haben – haben die ganzen Zutaten für das Abendbrot im Dschungel verstreut, sodass wir diese erst suchen mussten. Mühselig wurde auf Bäume geklettert, in Tannenzweigen rumgewühlt und in Regentonnen herumgefischt. Ohne Fleiß kein Preis! Aber dafür hat das Abendessen, Chilli alla Mowgli, umso besser geschmeckt.
Nach diesem langen, erlebnisreichen Tag konnten wir alle endlich besser schlafen und von den schönsten Dschungeltieren träumen.
Der vorletzte Tag der Dschungelprüfung begann damit, dass nach dem Frühstück Knoten geübt wurden, um auch etwas in den Händen halten zu können, was neben dem Teamgeist zusammenhält. Das war ganz schön kompliziert, doch alle Wölflinge haben bis zum Ende hartnäckig weiter versucht, die Bänder richtig zusammen zu knoten.
Nach dem Mittagessen wurde dann noch als Abschluss ein eigener Meuten Wimpel gebastelt, gemalt und genäht. Dabei nutzten wir zuvor auch noch die Gelegenheit, um unseren Namen, der seit 11 Jahren King Lui war, in den viel besseren neuen Namen Raschka, die die Wolfsmutter von Mowgli ist, umzubenennen.
Überraschend kam dann noch der NDR vorbei, der bei uns im Dschungel drehen wollte. Aber wir hatten auch kein weiteres Lebenszeichen von Mowgli erhalten bis zum Abend und so entschied unsere Meutenführung, dass wir noch einmal ein wenig wandern wollten. Ziel der Wanderung waren die Menschen, da uns leider zwei Wölflinge verlassen mussten und in die Sippe kamen.
Am nächsten Morgen war dann die Dschungelprüfung endgültig beendet und wir erhielten einen letzten Brief von Mowgli – diesmal sogar mit den Haaren von Baghira drin. Wenn das kein Erfolg war!
Gut Jagd
Zwei Wölflinge